Das Ziel

Ziel der gegenwärtigen Initiative von Familienminsterin Ursula von der Leyen ist es, den Zugriff auf Kinderpornographie im WWW zu erschweren, da mit dieser Millionenumsätze generiert würden.[1]

Bereits bei der Einschätzung der gegenwärtigen Lage wird vielfach schon Kritik vorgebracht. Zum einen werden die Millionenumsätze in Zweifel gezogen.[2][8] Kinderpornographie sei im Wesentlichen ein nicht-kommerzielles Phänomen.[3][10] Sie werde überwiegend Abseits des WWW, oftmals sogar Abseits des Vertriebsweges Internet getauscht[4]. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen darüber hinaus, dass es faktisch kaum offen verfügbare oder leicht zugängliche Kinderpornographie im Internet gibt:[9]

Weiterhin wird aufgezeigt, dass die Behauptung von politischer Seite, es gäbe eine massive Zunahme von 110% bei der Verbreitung von Kinderpornographie[12] irreführe; tatsächlich sei die Zahl der Verbreitungsdelikte der Kriminalstatistik zufolge nahezu konstant geblieben[13].

[Es] lassen sich weder durch polizeiliche Ermittlungen noch durch wissenschaftlich motivierte Untersuchungen Belege dafür finden, dass sich die Existenz von Kinderpornographie „im Internet“ generell durch eine leichte Verfügbarkeit oder offene Präsenz auszeichnet.

[…]

Damit ist Kinderpornographie im Internet grundsätzlich nicht von einer offenen, sondern von einer versteckten Präsenz gekennzeichnet. Einer Präsenz, die aktiv aufgesucht werden muss und die mit einer „leichten Verfügbarkeit“ wenig zu tun hat.

Auch wird gegen das Vorgehen von Frau von der Leyen auf moralischer Ebene eine Instrumentalisierung von Kindesmissbrauch[5] vorgebracht. Abstoßend sei beispielsweise, wie Frau von der Leyen auf einer Pressekonferenz Bilder von vergewaltigten Kindern öffentlich zeigt[6] und so instrumentalisiere; und mittels Formulierungen wie vergewaltigte Kinderseelen, zerfetzte Kinderkörpern und gequält und gefoltert[7] gezielt Emotionen schüre und die Provider knallhart erpresse[11].

Gegner der Sperr-Initiative stehen jedoch auf einem schweren Stand. Ihnen schlägt oftmals Abneigung und Hass entgegen, weil angenommen wird, das Wohl der Kinder anderen Interessen unterzuordnen oder gar ein heimlicher Freund von Kinderpornographie zu sein. Motivation dieser Webseite ist es daher, mit diesem Vorurteil aufzuräumen und aufzuzeigen, dass nicht das politische Ziel in der Kritik steht, sondern der Weg dahin.
Außerdem soll diese Kritik konstruktiv sein, also nicht nur kritisieren, sondern auch bessere Wege zur Erreichung des Zieles aufzeigen. Diese Seite wird Ihnen eine kurze und verständliche Einführung in die dahinterstehende Technik geben und anschließend versuchen, Ihnen die wesentlichen Kritikpunkte nahezubringen.

Der Punkt Sonderkündigungsrecht wird einen allgemeinen Hinweis geben, wie man rechtlich seinem Provider untersagen kann, den eigenen Internetzugang zu zensieren.